Berlin Open 2016 – Eindrücke und Bilder

Berlin Open 2016 – Eindrücke und Bilder

16 Stunden Wettkampf …

Die diesjährige Berlin Open Meisterschaft war ein Erfolg, der gezeigt hat, wie wichtig Teamarbeit ist. Das galt nicht nur für die Wettkämpfer und Organisatoren, sondern auch für den Ausrichter, der in diesem Jahr unser Verein war und dabei kräftig von Eltern und von „passiven“ Mitgliedern unterstützt wurde. Die einen halfen vor der Arbeit beim Aufbauen, einige kamen nach der Arbeit zur Unterstützung und einige gingen nach dem Aufbauen und den ersten Wettkämpfen zwischendurch schnell zur Schicht, um anschließend wieder zurückzukommen. Und manche hielten auch Krücken nicht von der Hilfe an diesem Tag ab.

Morgens um halb 8 sind wir Richtung Sporthalle Schöneberg gestartet und haben dort die Vorbereitungen für einen Wettkampf gemacht, der noch bis spät in die Abendstunden gehen sollte. Wegen der unerwarteten aber beeindruckend hohen Teilnehmerzahl von ca. 800 gemeldeten Startern aus zahlreichen Vereinen und Verbänden aus dem In- und Ausland, mussten sieben Pools mit Tatamis ausgelegt und zusammengepuzzelt werden. Für die Kampfrichter, Coaches und Tischbesetzungen der Kampfflächen wurden auch noch die letzten Tische und Stühle aus allen Winkeln der Halle hervorgeholt und unzählige Kisten mit Wettkampfausrüstung geschleppt, damit jeder und alles seinen Platz bekam. Nach einigem Schieben und Zerren der Matten und dem wohlbedachten Einsatz von Klebeband, waren die Kampfflächen auch (fast) rechtzeitig fertig, sodass die ersten Kata-Wettkämpfe mit nur geringer Verzögerung starten konnten. Nach einer kurzen Einführung ins Listen-Schreiben und die gute Zusammenarbeit zwischen Tischbesetzung und Kampfrichter an der Kampffläche waren die Teams auch bald gut eingespielt und so konnte man neben dem Aufrufen und Listenschreiben auch mal einen kurzen Blick auf die Wettkämpfer werfen, um den ein oder anderen Eindruck von Nicht-Wadoryu-Stilen zu bekommen. Beeindruckend hierbei waren auch die Team-Katas in Verbindung mit der vorgetragenen Bunkai.

Nach einer kurzen Pause mit Schoko-Riegel und Gummibärchen, starteten dann auch schon die Kumite-Wettkämpfe. Pro Kampffläche standen die Sanitäter bereit, die jedoch nur sehr selten bei ernsthaften Verletzungen gerufen werden mussten. Alles in Allem waren die Wettkämpfe von Disziplin und Kampfgeist geprägt und die Kampfrichter, die nun schon seit mehreren Stunden auf ihren Plätzen saßen, leisteten eine hervorragende Arbeit bei der Bewertung der Kämpfe. Und zwischen all den Anfeuer-Rufen und Trommeln aus dem Publikum, den Durchsagen der Siegerehrung von bereits absolvierten Kategorien, dem Zurufen der Coaches für ihre Starter und dem ununterbrochenem Nachfragen „Wann starte ich?“, „Wie lange noch?“ und „Wo ist die Toilette?“ von Wettkämpfern links und rechts vom Tisch, schaften es die Tischbesetzungen, den Überblick zu behalten und einen fairen und fehlerfreien Wettkampf sicherzustellen.

Nachdem dann die letzte Kategorie gekämpft, die letzte Siegerehrung durchgeführt wurde und die meisten Wettkämpfer entweder schon zuhause oder zumindest auf dem Weg dorthin waren, fing für uns noch das große Aufräumen und Auseinanderbauen der Kampfflächen an, sodass auch der KCW gegen 23:30 erschöpft nach Hause aufbrechen konnte.

In der Gesamt-Wertung der Vereine belegten wir Platz 67 von 77 und zeigten damit, dass wir auch bei einem solch großen und anspruchsvollem Turnier mit einem 3. und zwei 5. Plätzen ganz gut dastehen.

Die offziellen Ergebnisse und Bilder können auf der BKV-Website angeschaut werden.

Bilder gibt es demnächst in unserer Galerie.